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Harnsteinanalyse


Die Häufigkeit von Harnsteinen hat in den westlich geprägten Industrienationen deutlich zugenommen, die Zahl der Neuerkrankungen verdreifachte sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

Etwa 1,2 Millionen Patienten müssen in der Bundesrepublik jährlich wegen Harnsteinen behandelt werden.

In Pasewalk werden seit 1976 Harnsteine analysiert, traditionell in enger Kooperation mit der Klinik für Urologie an der örtlichen Asklepios-Klinik. Seit 2011 gehört das Harnsteinanalysezentrum in Pasewalk zum IMD-Laborverbund.

Dank moderner Analyseverfahren wie Infrarotspektroskopie sind in Pasewalk meist sehr geringe Probenmengen ausreichend.

Kontakt IMD-Harnsteinlabor Pasewalk


Telefon: 03834 8193-0
Fax: 03834 8193-39

Jeder Harnstein ist nur Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Ausgeschiedene Konkremente sollten in jedem Fall asserviert und einer spezifischen Harnsteinanalyse zugeführt werden, denn nur so können Harnsteinkomponenten sicher differenziert und identifiziert werden. Dies ist die Voraussetzung für eine gezielte Metaphylaxe und Therapie von Steinerkrankungen.

Durch die Aufdeckung der Kristallart liefert die Harnsteinanalyse erste Hinweise auf die ursächliche metabolische Erkrankung. Rund 60% aller Harnsteine liegen als Mischsteine vor, etwa 40% sind monomineralisch aufgebaut.

Die älteste Untersuchungsform, die chemische Analyse, wird heute nicht mehr empfohlen, da sie sehr fehlerhaft ist. Anerkannte Methoden sind die Infrarotspektroskopie und - mit Einschränkungen - die Polarisationsmikroskopie.

Infrarotspektroskopie


Mit modernen Infrarotspektrometern wird zumeist trockene Festsubstanz untersucht, prinzipiell sind jedoch auch andere Konsistenzen von Untersuchungsmaterialien möglich. Durch Infrarotstrahlung werden die einzelnen Atomgruppen der zu untersuchenden Substanz zu Schwingungen angeregt. Diese Schwingungen ergeben charakteristische Absorbtionsspektren hinsichtlich Zahl, Lage, und Form von Absorbtionsbanden.

Anhand solcher Spektren können die Substanzen identifiziert werden. Die quantitative Auswertung eines Mehrkomponentenharnsteins wird durch Vergleich mit den Spektren von Gemischreihen möglich. Hierfür wird computergestützte Auswertesoftware genutzt. Das Ergebnis sind Identifizierungsvorschläge, die dann von gut geschultem Personal auf Plausibilität geprüft werden müssen.

Ihre Ärztin/Ihr Arzt beantwortet sehr gern weiterführende Fragen und unterstützt Sie bei der Auswahl der Laboranalysen, die für Sie persönlich empfehlenswert sind.

Was genau bei einer Harnstein-Analyse passiert - das lesen Sie hier in unserer Patienten-Reportage.

Weitere ausführliche Informationen finden Sie in diesem Flyer, den es hier als pdf-Dokument zu lesen gibt. 

 
 


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