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Zytomegalie (CMV)

Was ist Zytomegalie?


Zytomegalie ist die häufigste während der Schwangerschaft übertragene Virusinfektion und wird durch das humane Cytomegalie-Virus (CMV) hervorgerufen. CMV gehört zur Familie der Herpes-Viren und ist weltweit verbreitet. Circa 47 Prozent der Schwangeren in Deutschland haben in ihrem Leben bereits eine Infektion mit CMV durchgemacht. Der Begriff Zytomegalie beschreibt die Vergrößerung von Zellen, die durch das Virus infiziert wurden.

Wie steckt man sich mit dem Virus an?


Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten, Geschlechtsverkehr und Blut. Zu den wichtigsten Infektionsquellen für Schwangere gehören Speichel und Urin von oft symptomlosen Säuglingen und Kindern.

Welche Anzeichen für eine Infektion gibt es?


Bei gesunden Menschen mit einem stabilen Immunsystem verläuft die Infektion zumeist ohne Beschwerden. In seltenen Fällen können unspezifische grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit und Husten auftreten. Etwa 75 Prozent der Frauen, die sich während einer Schwangerschaft erstmalig mit CMV infizieren, weisen keine Symptome auf. Nach einer Erstinfektion bereitet das Virus im Allgemeinen keine weiteren Beschwerden. Bei bestimmten Personengruppen wie Neugeborenen und immungeschwächten Menschen kann eine Infektion zu schweren Verläufen mit Komplikationen führen.

Warum sollten sich speziell Schwangere auf CMV untersuchen lassen?


Bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft kann es zu einer schweren Schädigung des ungeborenen Kindes kommen.

Circa 1 Prozent der Frauen in Deutschland steckt sich kurz vor bzw. während der Schwangerschaft erstmalig mit dem Virus an. Dabei kann das Virus auf das ungeborene Kind übertragen werden und zu Fehlbildungen führen sowie später auftretende Entwicklungsstörungen zur Folge haben (geistige Retardierung, Schädigung von Gehör, Sprache und Motorik).

Wie erfolgt die Zytomegalie-Diagnose?


Nach einer Infektion bildet das Immunsystem spezifische Abwehrstoffe (Antikörper) gegen das Virus, die in einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden können.

Wann sollte die Zytomegalie-Untersuchung erfolgen?


Die Untersuchung sollte möglichst vor einer geplanten Schwangerschaft erfolgen. Falls die Untersuchung nicht vor der Schwangerschaft erfolgt ist, sollte sie bei Feststellung der Schwangerschaft nachgeholt werden.

Zytomegalie-Therapie


Eine Schutzimpfung existiert noch nicht. Für Schwangere gibt es keine spezielle Behandlung. Bei Feststellung einer frischen Infektion während der Schwangerschaft erfolgt eine symptomatische Therapie und eine Überwachung des Säuglings nach der Geburt.

Allgemeine Hinweise


Die Untersuchung wird gegenwärtig nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kann Ihnen die Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten. Die anfallenden Kosten erfragen Sie bitte in Ihrer Arztpraxis.

Hier gibt es unseren Flyer "Zytomegalie (CMV)" als pdf-Dokument zu lesen.

 
 
 






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