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Prostata-Krebs-Vorsorge

Die Prostata


Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt im Becken unterhalb der Harnblase und umschließt den obersten Teil der Harnröhre. Sie ist bei jungen Männern etwa kastaniengroß. Die Prostata produziert ein milchiges Sekret, das sich beim Samenerguss mit den Samenzellen vermischt, um sie beweglich und befruchtungsfähig zu halten.

Erkrankungen der Prostata gehören zu den häufigsten Männerleiden. Dazu zählen neben Entzündungen vor allem Vergrößerungen der Prostata, die häufig gutartig (benigne Prostata- Hyperplasie) aber auch bösartig sein können (Prostata-Krebs).

Beschwerden der Prostata


Vergrößerungen der Prostata entwickeln sich in der Regel langsam und verengen die Harnröhre. Häufige Folgen der Verengung sind:
Probleme beim Wasserlassen, wie z. B.

  • Harnstrahlabschwächung
  • Miktionsverlängerung
  • Startverzögerung
  • Nachträufeln
  • Restharngefühl
  • Harnverhaltung


Irritationen der Harnblase, die sich wie folgt bemerkbar machen:


  • häufiger Harndrang
  • nächtliche Miktionen (Urinieren)
  • nicht zu unterdrückender Harndrang
  • bis hin zur Inkontinenz


Diese Beschwerden treten im Frühstadium des Prostata-Krebses häufig noch nicht auf.

Was heißt Prostata-Krebs?


Prostata-Krebs steht in Deutschland an siebter Stelle aller Todesursachen. Jeder sechste Mann über fünfzig erkankt an Prostatakrebs, jeder 33. stirbt daran. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an Prostatakrebs zu erkranken. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 69 Jahren.
Der Prostatakrebs zählt zu den bösartigen Tumoren, wächst aber in der Regel langsam. Die meisten der heute entdeckten Prostata-Karzinome haben eine gute Prognose.

Ein besonderes Risiko besteht für Männer, deren Brüder oder Väter an Prostata-Krebs erkrankt sind/waren. Diese Personen haben ein doppelt erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine bösartige Erkrankung der Prostata zu entwickeln.

Wie kann ich gegen Prostata-Krebs vorsorgen?


Nach den aktuell gültigen medizinischen Leitlinien sollen alle Männer über 45 Jahre bzw. ab dem 40. Lebensjahr (bei familiärer Häufung) von ihrem behandelnden Arzt über die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung aufgeklärt werden.

Diese Untersuchungen beinhalten nach eingehender Aufklärung des Patienten das Abtasten der Prostata, die sogenannte digitalerektale Untersuchung.
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie empfiehlt, allen Männern nach Aufklärung auch das Bestimmen des prostataspezifischen Antigens (PSA- Wert) als Untersuchungsmethode anzubieten.

Die Tastuntersuchung der Prostata in Kombination mit einem PSA-Test ermöglicht eine relativ gute Verdachtsdiagnose.

Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?


Digitale rektale Untersuchung (DRU)

Hierbei handelt es sich um eine Tastuntersuchung der Prostata, mit dem Zeigefinger vom Enddarm aus. Der Untersuchende beurteilt die Größe, Oberfläche und Gewebebeschaffenheit der Prostata. Frühstadien und tiefer liegende bösartige Veränderungen werden jedoch nicht ausreichend sicher erkannt.

Prostataspezifisches Antigen (PSA)

Die Bestimmung des PSA, vor allem in Kombination mit der DRU, ist eine sehr wirksame Früherkennungsmethode für das Prostata-Karzinom. Bei PSA-Werten von 3 –10 ng/ml ist die gleichzeitige Messung des freien PSA für die Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Prostata-Vergrößerung hilfreich.
Auffällige Tastbefunde und/oder PSA-Messwertergebnisse sind noch kein Beweis für das Vorliegen eines Prostata-Krebses. Sie müssen durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden (z. B. Ultraschall, Gewebeprobe).
 
Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt

Diese kurze Übersicht ersetzt nicht die ausführliche und individuelle Beratung durch den Sie betreuenden Arzt.

Der PSA-Test als Laboruntersuchung ist in Deutschland nicht Bestandteil der Krebsfrüherkennungsrichtlinie. Daher werden die Kosten dieser Vorsorgeuntersuchung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt kann Ihnen diese Zusatzdiagnostik als Individuelle Gesundheitsleistung anbieten. Die anfallenden Kosten können Sie in Ihrer betreuenden Arztpraxis erfragen.

Hier gibt es unseren Flyer "Prostata-Krebs Vorsorge" als pdf-Dokument zu lesen.




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