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Gefährlicher Risikofaktor für Herz- Kreislauf-Erkrankungen - Kleine Cholesterinpartikel mit hoher Atherosklerosepotenz

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Labordiagnostik auf dem Gebiet der Fettstoffwechselstörungen stetig weiterentwickelt. Heute weiß man, dass eine Erhöhung des Gesamtcholesterins und des LDL-Cholesterins (Low-density-Lipoprotein Cholesterin) für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Herzinfarkt und Schlaganfall) eine zentrale Rolle spielen.

Der Grund dafür ist, dass es zu einer Atherosklerose der Gefäßwände mit nachfolgenden thrombotisch bedingten Gefäßverengungen kommt.

Cholesterinpartikel mit hoher Atherosklerosepotenz


Das LDL-Cholesterin ist eine Mischung aus großen leichten Partikeln und kleinen dichten Partikeln. Kleine dichte LDL (small dense LDL= sdLDL) sind wesentlich gefährlicher (atherogener) als größere leichte LDL. Einerseits verweilen sdLDL wesentlich länger im zirkulierenden Blut, andererseits gelangen sdLDL aufgrund ihrer geringen Größe viel leichter und schneller in die Gefäßwände. Auf diese Weise können sdLDL den atherosklerotischen Prozess erheblich beschleunigen.

Small dense LDL-Cholesterin


Ein vermehrter Anteil der kleinen dichten Partikel - der sogenannten small dense LDL-Partikel (sd LDL-Cholesterin) – erhöht das Herzinfarktrisiko um das 5- bis 7-fache und zwar unabhängig von der Höhe des LDL-Cholesterins.
 
Selbst bei unauffälligem oder gering erhöhtem LDL-Cholesterin können die sdLDL-Cholesterin-Partikel gehäuft vorkommen.

Eine solche Konstellation besteht besonders bei Patienten mit gleichzeitig erhöhten Triglyzeridwerten und erniedrigtem HDL-Cholesterin. Jüngere Studien zeigen, dass sich eine individuelle Häufung der sdLDL bei 30 Prozent der erwachse- nen Männer, bei fünf bis zehn Prozent der jungen Männer und weiblichen Teenager und bei 15 bis 20 Prozent der Frauen nach der Menopause findet.

Die zusätzliche Messung des sdLDL-Cholesterins erlaubt es, das individuelle Risiko frühzeitig und präziser als bisher für Herz- und Gefäßerkrankungen zu erkennen.

Die daraus abzuleitenden Maßnahmen (Ernährungsumstellung, Sport, medikamentöse Therapie) können den schleichenden Prozess von Gefäß- und Organschäden oder auch die Entwicklung eines Diabetes mellitus um Jahre hinausschieben.

Hinweise für gesetzlich Versicherte


Einige medizinische Leistungen können von den Kran- kenkassen nicht bzw. nicht in jedem Fall (z.B. auf eigenen Wunsch) übernommen werden und müssen deshalb vom Patienten selbst bezahlt werden. Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte dem Auftragsschein für individuelle Gesundheitsleistungen.

Hinweise für privat Versicherte


Es erfolgt eine Kostenübernahme der privaten Krankenversicherung nach gültiger GOÄ, wenn kein vorheriger Leistungsausschluss bestand. Falls Sie hierzu Fragen haben, wird Ihr Arzt Sie gern beraten.

Hier gibt es unseren Flyer "Gefährlicher Risikofaktor für Herz- Kreislauf-Erkrankungen - Kleine Cholesterinpartikel mit hoher Atherosklerosepotenzals pdf-Dokument zu lesen.






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