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AKTUELLER STAND iFOBT

Ergänzende Informationen zum immunologischen Test auf okkultes Blut im Stuhl.


Für die Darmkrebsvorsorge führen wir seit dem 1. April 2017 die Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl ausschließlich mit einem immunologischen Testverfahren durch - entsprechend den Vorgaben des G-BA. Im kurativen Bereich gilt für die Ablösung des Guajak-Tests durch das immunologische Testverfahren eine Übergangsfrist bis zum 1. Oktober 2017.

Der Stuhltest ist bei Frauen und Männern im Alter zwischen 50 und 55 Jahren nur einmal jährlich präventiv abrechenbar. Da durch sechs Fachgruppen beauftragt werden kann, muss der Patient befragt werden, ob im laufenden Jahr bereits eine entsprechende Bestimmung erfolgt ist. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) würde eine zweite Abrechnung des Tests als präventiv nicht honorieren.

VORTEILE UND LIMITIERUNGEN DES VERFAHRENS

Vorteile der neuen Methode sind neben einer erhöhten Sensitivität und Spezifität die einmalige Probennahme sowie die Tatsache, dass dieses Testverfahren nicht durch bestimmte Nahrungsmittel (Vitamin C, rohe und halbrohe Fleischprodukte) und Medikamente verfälscht wird.

Da das immunologische Testverfahren auf dem Nachweis von humanem Blut beruht, kann ein positives Testergebnis auch harmlose Ursachen haben (Hämorrhoiden, Darmpolypen oder Darmentzündungen usw.).

Für den in unserem Labor eingesetzten immunologischen Test liegt bei einem Cut-off von 50 ng/ml der negative prädiktive Wert für das kolorektale Karzinom bei 100 Prozent und für fortgeschrittene Adenome bei 94 Prozent, der positive prädiktive Wert für das kolorektale Karzinom bei 6 Prozent und für fortgeschrittene Adenome bei 33 Prozent. Für den kombinierten Nachweis von kolorektalen Karzinomen und fortgeschrittenen Adenomen wurde in der Literatur eine Positivitätsrate von ca. zehn Prozent ermittelt.

Ein auf okkultes Blut im Stuhl gerichteter Test kann jedoch – aufgrund des Testverfahrens – nichtblutende Adenome und Karzinome nicht erkennen.

In Übereinstimmung mit den Herstellerangaben geben wir Ergebnisse unterhalb von 50 ng/ml nicht mehr als konkrete Zahlenwerte aus.

ERGÄNZENDE HINWEISE ZUR PRÄANALYTIK

In Ausnahmefällen ist aus technischen Gründen ein Testergebnis nicht bestimmbar. Ursache hierfür kann eine Überfüllung des Probenröhrchens mit Stuhl durch mehrmalige Probennahme sein. Bitte beachten Sie die Angaben zur korrekten Stuhlsammlung in der Patientenanleitung (einmalige Probennahme).

Bitte weisen Sie die Patienten auch darauf hin, die Probennahme-Röhrchen mit eine hörbaren „Klick“ zu verschließen, da andernfalls der darin enthaltene Probenpuffer auslaufen kann.

Weiterhin bitten wir Sie bzw. die Patienten, dass Datum der Probengewinnung auf den Probennahme-Röhrchen bzw. dem Überweisungsschein zu notieren.

Da die Haltbarkeit der Probennahme-Röhrchen begrenzt ist, geben wir derzeit pro Bestellung maximal 50 Pro- bennahme-Röhrchen aus.

Bei Fragen können Sie sich gern an uns wenden.

Ihr Team des IMD Labor Greifswald
Telefonzentrale des IMD Labor Greifswald: +49 3834 8193 0


Dr. rer. nat. Christina Wasner
Klinische Chemikerin

Kristian Meinck, MBA
Facharzt für Laboratoriumsmedizin,
Ärztlicher Leiter


Hier gibt es die Labor-Information als pdf-Dokument.


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