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Untersuchungsmaterial Urin für mikrobiologische Untersuchungen
Die Gewinnung von Mittelstrahlurin (MSU) gilt als Methode der Wahl für mikrobiologische Untersuchungen, jedoch ist unbedingt auf eine sachgemäße Entnahmetechnik zu achten. Kontaminationen durch Urethral- und/oder Umgebungsflora sind zu vermeiden!
Durch eine suprapubische Gewinnung (Aspiration) von Blasenurin ist eine Kontamination der Probe nahezu ausgeschlossen. Eine Katheterisierung zur Uringewinnung sollte nicht routinemäßig erfolgen, da sie unangenehm für die Patienten ist. Zudem birgt sie die Gefahr der Keimeinschleppung in die Blase und der Traumatisierung der Urethra.
| Entnahme-/
Transportsysteme | - bei Lagerungs- und Transportzeiten < 2 h:
Urin-Monovette ohne Stabilisator, ungekühlt
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| - bei Lagerungs- und Transportzeiten von 2 - 24 h:
Urin-Monovette ohne Stabilisator, gekühlt (2 - 8 °C) ODER Urinröhrchen (-monovette) mit Stabilisator, bei Raumtemperatur bzw. gekühlt
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| - bei Lagerungs- und Transportzeiten > 24 h:
Urinröhrchen (-monovette) mit Stabilisator
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| - Objektträgerkulturen (Urintauchkulturen) sind generell nicht zu empfehlen und nur in Ausnahmefällen (z. B. am Wochenende) anzulegen, Handhabung:
- Urintauchkulturröhrchen aufschrauben und Nährboden kontrollieren (Verfallsdatum, eingetrockneten oder bewachsenen Nährboden nicht benutzen)
- Nährbodenträger vollständig in die Urinprobe (Nativurin) eintauchen
- überschüssigen Urin abfließen lassen, keine Restflüssigkeit im Probenröhrchen
- Nährbodenträger in das Röhrchen zurückschieben und Deckel fest zuschrauben
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| Untersuchungsauftrag | |